Autor: soma_admin

KÜNSTE ANWENDEN

Künste anwenden

Am 16. Oktober 2020 begrüßten Ulrike Hatzer, Monika Oebelsberger und Helmut Schaumberger 43 Besucher*innen, 8 Referent*innen sowie 10 Diskussionsteilnehmer*innen zur diesjährigen SOMA-Tagung. Sie waren trotz strenger Covid-19 Maßnahmen nach Salzburg gekommen, um sich in an zwei Tagen in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden mit dem Thema „Künste anwenden“ auseinanderzusetzen. Zentral gestellt waren dabei Fragen, wie: „Wer wendet Künste an?, Kann man Künste auch nicht anwenden?, Was macht Pädagogisierung mit den Künsten?, Welche Community Settings erleichtern Partizipation?“

Bereits vor Beginn der Tagung konnten sich die Besucher*innen im Foyer der Universität Mozarteum an den Best-Practice-Ständen über mehrere Vorzeigeprojekte informieren, in denen Kunstschaffende, Pädagog*innen und Menschen unterschiedlicher Bevölkerungsschichten Kunstprojekte realisiert haben.

Die Best-Practice-Projekte waren:

  • Performancekollektiv goldextra und NMS Lehen (Sonja Prlic)
  • Waldhüttlprojekt Innsbruck (Sebastian Themessl)
  • SPIEL-RAUM-MUSIK (Mirjam Leitner)
  • MEGA:STAGE Salzburg (partizipatives Stadtprojekt der Studierenden von Applied Theatre & Christine Umpfenbach)
  • SUPER – Initiative zur Nutzung von Leerständen als Handlungsräume für Kultur und Wissen (Elisabeth Schmirl)

 

In der den ersten Tag abschließenden Podiumsdiskussion (Thema „Wer wendet Was an Wem an und Warum?“) gaben die Initiator*innen dieser Projekte Einblicke in ihre kritische Haltung gegenüber dem tradierten Kulturbegriff und den oftmals exkludierenden Abläufen im Kunstbetrieb. Die in hohem Maße gesellschafts- und kulturkritische Diskussion löste nicht nur bei den Diskussionsteilnehmer*innen am Podium sondern auch im Publikum widersprüchliche Reaktionen aus. Ähnliches gelang zuvor auch schon Babafemi Folorunso, der in seiner Keynote (Thema: “Our carnivallesque moment: arts and solidarity in the age of agony and neoliberalism”) aktuelle Strömungen und Diskurse im Kulturbetrieb aufgegriffen und zur Diskussion gestellt hatte.

 

Am zweiten Tagungstag präsentierten die Musikvermittlerin Barbara Balba Weber und die Theaterpädagogin Mira Sack, die beide Covid-19 bedingt nicht nach Österreich reisen durften, ihre Gedanken via voraufgezeichneten Video- und Audiodatei („Entfesselte Klassik. Grundlagen künstlerischer Musikvermittlung“ „Wendungen. Ein Versuch über Konfrontation und Zwiespalt“). Im Anschluss daran setzten sich Iris Laner und Jan Grünwald mit aktuellen Fragen der Kunstpädagogik („Zweifeln, Verlernen, Kritisieren, Kollaborieren. Strategien der Pluralisierung von Formen des Wissens in der Kunstpädagogik“) und den Implikationen für den schulischen Kunstunterricht auseinander. Im Gespräch samt anschließendem Workshop von Elisabeth Freiss und der Künstlerin Jakob Lena Knebl („Sterne, Blüten, Gräser & Identitäten. Eine Einladung zum Spaziergang durch‘s Buntpapier“) wurde Gelegenheit geboten zur Reflexion über das Basteln und zum eigenen Ausprobieren. Christopher Dell beendete den Vortragsreigen mit einem Vortrag zum Thema „The improvisation of space“, in den er auch Improvisationen auf dem Vibraphon einarbeitete.

Sämtliche Vorträge und Workshops, wie auch die abschließende Diskussionsrunde mit Professor*innen der SOMA, können im Streaming-Archiv der Universität Mozarteum Salzburg aufgerufen werden.

Hier ein paar Eindrücke:

 

Neu: Live Stream zur Tagung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmeldung und Info unter: irene.gruber@moz.ac.at

Wo: Universität Mozarteum Salzburg, Mirabellplatz 1 (Kleines Studio, Foyer)
Wann: 16. und 17. Oktober 2020

Programm SOMA Tagung 2020

Flyer

Die School of Music and Arts Education (SOMA) an der Universität Mozarteum stellt die nächste Tagung unter das Thema Künste anwenden und reagiert damit auf die Anforderungen rezenter gesellschaftlicher Entwicklungen. Weit über die Bildungsarbeit an Schulen und kulturellen Institutionen hinaus ist es Ziel aller unter dem Dach der SOMA zusammengeführten Fachbereiche, Zugang zu künstlerischen Erfahrungen für Alle zu ermöglichen und zu stärken. Sowohl individuelle als auch kollektive Auseinandersetzung mit Kultur sollen in der Anwendung der Künste eine aktive Mitgestaltung des kulturellen Lebens ermöglichen und somit zur Entwicklung starker kultureller Profile sowohl der Individuen als auch gesellschaftlicher Strukturen anregen und vertiefen.

Ziel der Tagung ist es, auf diese rezenten gesellschaftlichen Entwicklungen einzugehen und im gemeinsamen Diskurs der verschiedenen künstlerischen und kunstvermittelnden Disziplinen darauf zu reagieren.

Darauf bezogen stellen sich grundsätzliche Fragen, wie: „Kann man Künste auch nicht anwenden?“ „Wer wendet Künste an?“ „Was macht ‚Pädagogisierung‘ mit den Künsten?“ „Welche ‚community settings‘ erleichtern Partizipation?“

Ablauf:

Freitag, 16. Oktober: Präsentation von Projekten zum Thema Künste anwenden (unter Einbeziehung von Projekten aus Innsbruck – digital übertragen) mit anschließendem Vortrag und Podiumsdiskission.

Samstag, 17. Oktober: Vorträge zum Thema aus Sicht der einzelnen Fachrichtungen am Haus (Applied Theatre – künstlerische Theaterpraxis und Gesellschaft, Kunstpädagogik, Musikpädagogik) und Präsentation von Jakob Lena Knebl (Österreichs Vertreter /in auf der Biennale , Venedig)

Vortragende:

Jakob Lena Knebl (Akademie der bildenden Künste, Wien, Österreichs Vertreter *in auf der Biennale  Venedig, 2021)

Christopher Dell (Dr. phil., Theoretiker, Musiker, Komponist)


Prof. Dr. Mira Sack (Theaterpädagogik, ZhdK Zürich)

Dr. Babafemi Folorunso (based in Edinborough, Creative Scottland, Gastdozent in Dundee, University of Nigeria …)


Almut Kühne (Sängerin, Berlin)


Sonja Prlic (Performancekollektiv goldextra, Salzburg)


Christine Umpfenbach (Regisseurin, München)


Barbara Balba Weber (Hochschule der Künste Bern)

Profesor’*innen der künstlerisch pädagogischen Studienrichtungen an der Universität Mozarteum

 

Bericht Erasmus+ Lehrenden-Austausch

Bericht Erasmus+ Lehrenden-Austausch

Von 20. Bis 21. November 2019 fanden die „International Days“ an der Akademie für Musik (Academija za glasbo) der Universität Ljubljana (Univerza v Ljubljani) unter der Leitung von Prof. Dr. Branka Rotar Pance statt. Im Rahmen des Erasmus+ Lehrendenaustausch wurde Univ.-Ass. Mag. Elisabeth Wieland, MA eingeladen, die internationale Schwerpunktwoche um Beiträge aus Salzburg zu bereichern: Der Vortrag „Portfolio in Music Education“ im Rahmen des internationalen Symposiums „Formal and Informal Music Learning and Teaching“ umriss allgemein theoretisch fundierte Zugänge zur Portfolioarbeit und stellte die an unserem Department bereits 2007 entwickelte Portfoliokonzeption als gelungenes Beispiel aus der Praxis der LehrerInnenbildung dar. Der für die slowenischen Musikpädagogikstudierenden angebotene Workshop „Pop Choir at Schools“ beinhaltete das Kennenlernen und die Einstudierung popularmusikalischer Chorliteratur für Schulen, sowie Hilfestellungen und Praxistipps für die Arbeit mit Schulchören.

Der durch das Erasmus-Programm geförderte Lehrendenaustausch zwischen den beiden Institutionen, der Akademie für Musik in Ljubljana und unserem Department Musikpädagogik, besteht nun bereits seit längerer Zeit und scheint schon zur Tradition geworden zu sein. In den letzten drei Jahren wurden Ass.-Prof. Mag. Andreas Bernhofer, PhD und Unv.-Ass. Mag. Helmut Schaumberger, PhD mehrmals zu Vortragstätigkeiten im Rahmen der „International Days“ eingeladen.

Die Universität Ljubljana feiert heuer das 100-jährige, die darin eingegliederte Musikakademie ihr 80-jähriges Bestehen. Das Department Musikpädagogik Salzburg gratuliert sehr herzlich zu diesem besonderen Jubiläumsjahr.

Beitrag in den Uni-Nachrichten der SN

In der Uni-Beilage der Salzburger Nachrichten ist am 7. Dezember ein Interview mit der Univ.-Prof. Dr. Monika Oebelsberger zur School of Music and Arts Education erschienen.  Zum SN-ARTIKEL

 

Ist Kunst ein Sonderfall?

Ist Kunst ein Sonderfall?
Qualitative Forschungsansätze in den künstlerisch-pädagogischen Fächern im interdisziplinären Diskurs

In der von Erik Esterbauer und Andreas Bernhofer konzipierten Tagung wurden qualitative Forschungsansätze in den künstlerisch-pädagogischen Fächern vorgestellt und diskutiert. Den Ausgangspunkt der Tagung bildeten Keynotes von Martin Weichbold (Salzburg), Maria Spychiger (Frankfurt) und Ansgar Schnurr (Gießen),  die sich mit empirischen Forschungsansätzen im pädagogisch-künstlerischen Bereich auseinandersetzten. Vorträge zu aktuellen Forschungsprojekten an den Schnittstellen der einzelnen Disziplinen, die Verortung von künstlerischer Forschung (artistic research), die Vorstellung von be-/ab-/sonder/-lichen/-bar/en Forschungsansätzen bzw. Methoden und der Diskurs über die Disziplinen überschreitende Anwendbarkeit dieser Ideen gaben vielfältige Antworten auf die im Tagungstitel gestellte Frage „Ist Kunst ein Sonderfall?“.

PROGRAMM, FLYER, LIVESTREAM

Chor der Musikpädagogik

Begrüßung durch VR Dr. Kostal

 

 

 

 

Gute Musik? Ästhetische Qualitäten von Musik im Unterricht

Symposium vom 23.-25. November 2018

Universität Mozarteum Salzburg, Kleines Studio

Ästhetische Urteile sind in der Musik und der Musikpädagogik ein ständiger Begleiter und werden gleichsam unter vielen Gesichtspunkten immer wieder in Frage gestellt? Was ist gute Musik? Auf welcher Grundlage kann sich ein ästhetisches Urteil heute bilden? Lassen sich ästhetische Qualitäten unabhängig vom Lebensumfeld, von der Kultur der Musikhörer/Musiknutzer benennen? Wer urteilt und für wen? Welche Kriterien lassen sich objektiv aber auch rein subjektiv benennen?

Es gibt gute Argumente für Musikpädagogen, in der Rede über ästhetische Qualitäten Zurückhaltung zu üben. Aber ohne ein Nachdenken über ästhetische Qualitäten von Musik kommt Musikpädagogik nicht aus. Wir müssen Rede und Antwort stehen, warum wir uns für eine bestimmte Musik in einem Unterrichts- oder auch Konzertkontext entscheiden. Grund genug, den (unsicheren und schwankenden) Boden zu betrachten, auf dem sich die Musikpädagogik nolens volens bewegt.

Leo Kestenberg (1882-1962) wollte das Musikleben seiner Zeit aus seiner „Zerklüftung“ herausführen und Ideen für eine übergreifende Entwicklung aller seiner Erscheinungsformen ebenso sehr aufnehmen wie anregen. Viele musikalische und musikpädagogische Entwicklungen erhielten in dieser Zeit entscheidende Impulse. Heute ist die die Wertschätzung einer musikalischen Pluralität, die sich zwischen Popmusik, Klassik, zeitgenössischer Musik und Volksmusik bewegt, einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Beurteilungskriterien von Musik gewichen. Damit sind aber die Fragen der ästhetischen Qualitäten von Musik im Unterricht eher brisanter geworden.

Die Konferenz, zu der die Universität Mozarteum Salzburg gemeinsam mit der Internationalen Leo Kestenberg Gesellschaft einlädt, will sich den historischen, systematischen und pädagogischen Aspekten dieser Fragestellung zuwenden. Einzelne Themenschwerpunkte werden unter anderem sein: musikpädagogische Konzepte der ästhetischen Erschließung von Musik in der Vergangenheit und Gegenwart, Ästhetik der Popularmusik, Unterrichtsliteratur im Instrumentalunterricht, Neue Musik im Unterricht.

Eine Veranstaltung des Department 10 (Musikpädagogik) der Universität Mozarteum Salzburg und der Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft Weiterlesen

ELEMENTAR. Konzepte – Debatten – Perspektiven

Von 1. bis 2. Dezember 2017 fand im Kleinen Studio der Universität Mozarteum Salzburg die vierte Tagung der SOMA statt. Vizerektor Dr. Mario Kostal und die Leiterinnen der Tagung, Prof. Monika Oebelsberger und Prof. Anna Maria Kalcher, begrüßten die interessierten Besucher*innen und wünschten der Tagung einen fruchtbaren Verlauf. Einen Überblick über die zahlreichen Vorträge und Diskussionen sowie Fotos finden Sie auf der Tagungshomepage www.elementar2017.wordpress.com

Bildende Künste und Gestaltung

Seit 1976 bietet die Universität Mozarteum Studienrichtungen im Bereich der Bildenden Künste an. Die Unterrichtsmaxime liegt im Sammeln von Erfahrungen und dem Erwerb von Fähigkeiten im Zusammenhang mit einer eigenen, künstlerischen Tätigkeit.Ebenso essentiell sind aber die Reflexion der fachlichen Inhalte und das Kennenlernen der dafür notwendigen, wissenschaftlichen Methoden, sowie der Erwerb von Kenntnissen und Erfahrungen im Zusammenhang mit einer fachspezifisch-pädagogischen Tätigkeit.Der Schwerpunkt der praktisch-künstlerischen Tätigkeit liegt bei Studierenden der Bildnerischen Erziehung in den Bereichen Malerei, Graphik, Bildhauerei und Neue Medien. Studierende der Werkerziehung erarbeiten handwerkliche und gestalterische Grundlagen zu den Bereichen Architektur, Design, Produktgestaltung und Technisches Werken. Die Neuen Medien nehmen auch hier einen großen Bereich ein. Für Studierende der Studienrichtung Textiles Gestalten, liegt der Schwerpunkt in der Verwendung von textilen Materialien, in den Bereichen Gewand und Mode, Inneneinrichtung und Kunst.

© 2020 SOMA

Theme von Anders NorénHoch ↑