Gute Musik?Ästhetische Qualitäten von Musik im Unterricht

Ästhetische Urteile sind in der Musikpädagogik unter vielen Gesichtspunkten in Frage gestellt worden? Was ist gute Musik? Auf welcher Grundlage kann sich ein ästhetisches Urteil heute bilden? Lassen sich ästhetische Qualitäten unabhängig vom Lebensumfeld, von der Kultur der Musikhörer/Musiknutzer benennen? Wer urteilt und für wen? 

Es gibt gute Argumente für Musikpädagogen, in der Rede über ästhetische Qualitäten Zurückhaltung zu üben. Aber ohne ein Nachdenken über ästhetische Qualitäten von Musik kommt Musikpädagogik nicht aus. Wir müssen Rede und Antwort stehen, warum wir uns für eine bestimmte Musik in einem Unterrichts- oder auch Konzertkontext entscheiden.Grund genug, den (unsicheren und schwankenden) Boden zu betrachten, auf dem sich die Musikpädagogik nolens volens bewegt.

Leo Kestenberg (1882-1962) wollte das Musikleben seiner Zeit aus seiner "Zerklüftung" herausführen und Ideen für eine übergreifende Entwicklung aller seiner Erscheinungsformen ebenso sehr aufnehmen wie anregen. Viele musikalische und musikpädagogische Entwicklungen erhielten in dieser Zeit entscheidende Impulse. Heute ist die die Wertschätzung einer musikalischen Pluralität, die sich zwischen Popmusik, Klassik, zeitgenössischer Musik und Volksmusik bewegt, einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Beurteilungskriterien von Musik gewichen. Damit sind aber die Fragen der ästhetischen Qualitäten von Musik im Unterricht eher brisanter geworden. 

Die Konferenz, zu der die Universität Mozarteum Salzburg gemeinsam mit der Internationalen Leo Kestenberg Gesellschaft einlädt, will sich den historischen, systematischen und unterrichtspraktischen Aspekten dieser Fragestellung zuwenden. Einzelne Themenschwerpunkte werden unter anderem sein: musikpädagogische Konzepte der ästhetischen Erschließung von Musik in der Vergangenheit und Gegenwart, Ästhetik der Popularmusik, Unterrichtsliteratur im Instrumentalunterricht, Neue Musik im Unterricht.

 

Referenten:

Ralf von Appen, Andreas Bernhofer, Friedhelm Brusniak, Linde Grossmann, Simone Heilgendorff, Thomas Hochradner, Christoph Khittl, Anna Maria Klacher, Martin Losert, Marc Mönig, Christine Rhode-Jüchtern, Damien Sagrillo, Dietmar Schenk, Michaela Schwarzbauer, Theda Weber-Lucks, Andrea Welte

 

Zeit:

23.11., 14.30-19 Uhr

24.11., 9.30-19 Uhr

25.11., 9-13 Uhr

 

Ort:

Universität Mozarteum Salzburg

Kleines Studio

Mirabellplatz 1

5020 Salzburg

 

Kontakt:

Martin.Losert@moz.ac.at, Tel. (+43) 676 88122366

andreas.eschen@lkms.de